Ein weiteres Lesejahr geht zu Ende, in dem ich 16 tolle Bücher gelesen habe. Darunter waren fünf Werke, die mich ganz besonders überzeugt haben und die hier hervorgehoben werden sollen. Es sind Bücher mit völlig unterschiedlichen Geschichten, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Lass dich von meinem Lesejahr und meinen besten Büchern 2025 inspirieren und sammle Tipps für neuen Lesestoff.
Diese Bücher habe ich 2025 gelesen
Im Jahr 2025 habe ich insgesamt 16 Bücher gelesen – nicht das erfolgreichste Lesejahr, aber dafür ein recht hochwertiges, denn gleich mehrere Bücher haben mich begeistert. Was definitiv zu kurz gekommen ist, sind Sachbücher. Davon möchte ich im nächsten Jahr wieder mehr unterbekommen.
Meine Bücherliste aus 2025:
- Not a Love Song (Yvonne Merschmann)
- Das Mädchen aus dem Eis (Erica Ferencik)
- The Perks of Being a Wallflower (Stephen Chbosky)
- Für Polina (Takis Würger)
- Die Frau im weißen Kimono (Ana Johns)
- Die Summe unserer Teile (Paola Lopez)
- Der verschwundene Buchladen (Evie Woods)
- Das Buch eines Sommers (Bas Kast)
- Helle Sommer (Sophie Astrabie)
- Atmosphere (Taylor Jenkins Reid)
- Die Verlorene (Miriam Georg)
- Rewitched (Lucy Jane Wood)
- The Seven Husbands of Evelyn Hugo (Taylor Jenkins Reid)
- Where We Call Home (Stefanie Reitinger)
- Rewrite My Rules (Caro Müller)
- Die Schokoladenvilla (Maria Nikolai)
Tipp: In diesem Jahr habe ich für einige Monate zwei Online-Buchclubs angeschlossen, in denen wir gemeinsam Für Polina, Die Summe unserer Teile, Helle Sommer, Atmosphere und Rewitched gelesen haben. Dadurch habe ich nicht nur diese tollen Bücher entdeckt, sondern auch einen schönen Austausch erlebt. Ich kann es nur empfehlen, dir einen Buchclub zu suchen!
Die besten Bücher aus 2025
Aus meinem Lesejahr 2025 sind fünf Bücher ganz besonders hervorgestochen – entweder durch ihre Geschichte oder aber durch einen beeindruckenden Schreib- und Erzählstil. Während sich vier Bücher den zweiten Platz teilen, hat eines ganz an die Spitze meines Rankings geschafft.

Die Verlorene (Miriam Georg)
Dieses Buch hat für mich ohne Zweifel den ersten Platz in meinem Lesejahr gewonnen! Für mich ist es ein kleines Meisterwerk, das von einer intensiven Recherche und einem genialen Handlungsaufbau lebt. Die zeitliche Epoche (zweiter Weltkrieg) wird so lebendig und lebhaft dargestellt, dass man glaubt, es miterlebt zu haben. Genauso detailliert und authentisch ist die Charakterisierung aller Figuren, die man während des Lesens für real hält. Die beiden Erzählebenen (Gegenwart der Enkelin, Vergangenheit der Großmutter) sind perfekt strukturiert und lassen Leser mit der Protagonistin miträtseln.
Herausragend ist vor allem der Erzählsstil: Schon der Prolog setzt die Atmosphäre und die Spannung für das Buch fest. Anschließend wird so erzählt, dass der Leser immer mehr weiß als die Protagonistin, jedoch erfährt man das große Geheimnis am Ende erst gemeinsam mit ihr. Zugleich stellt die Autorin die komplexen Figuren und deren Gefühlslage so gelungen dar, dass all die Geschehnisse und Konsequenzen daraus logisch sind – obwohl sie das für Außenstehende vielleicht nicht immer wären.
Großartige Plotttwists, Emotion und Spannung machen das Buch zu einem richtigen Page-Turner!

Atmosphere (Taylor Jenkins Reid)
Nach meiner Rezension von The Seven Husbands of Evelyn Hugo weiß jeder, dass ich großer Fan der Autorin bin. Auch dieses neuste Buch von ihr hat mich überzeugt. Wie gut und einnehmend die Autorin schreibt, lässt sich schon daran erkennen, dass sie den ganzen Buchclub dazu gebracht hat, sich plötzlich für den Weltraum und Astronauten zu interessieren. Sie erzählt spannend, realitätsnah und emotional.
Die Protagonistin in Atmosphere hat Ecken und Kanten, um nicht zu sagen ein paar „Eigenheiten“, die sie aber jedoch unglaublich echt und sympathisch machen. Es ist eine junge Frau, die ihren Traum lebt und zugleich neue Seiten an sich selbst kennenlernt. Sie inspiriert und klärt im gleichen Moment auf. Immer wieder steht sie vor der Frage: Liebe oder Karriere? In diesem Rahmen entwickelt sich die Liebesgeschichte sehr realistisch und genau im richtigen Tempo.
Ein Buch voller Spannung, Schmerz und Identitätssuche – super für alle, die einmal in eine andere und zugleich so echte Welt abtauchen möchten.

The Perks of Being a Wallflower (Stephan Chbosky)
The Perks of Being a Wallflower war mein einziger Klassiker dieses Jahr, aber dafür ein sehr guter und überraschender! Bei diesem Buch handelt sich um einen Briefroman, der Briefe vom 16-jährigen Charlie beinhaltet. Der Teenager möchte später professionell schreiben, was durch einen immer besser werdenden Schreibstil widergespiegelt wird. Das trägt gleichzeitig zu einer hervorragenden Charakterisierung des Protagonisten bei. Schreibtechnisch ist das Buch also schon mal genial gemacht!
Der Briefroman lebt von seiner Tiefgründigkeit. Obwohl der Roman schon in den 90er-Jahren geschrieben wurde, sind viele Probleme und innerliche Konflikte, die Charlie an der Schwelle zum Erwachsensein mit sich selbst ausmacht, heute noch aktuell. Ein Grund, warum das Buch unbedingt an Schulen gehört! Viele – besonders introvertierte Teenager – werden sich darin wiedererkennen.
Man muss jedoch dazusagen, dass am Ende des Buchs ein Trauma aufgedeckt wird, auf das einige Probleme von Charlie zurückzuführen sind. Das ist ein ganz schöner Knall, der bei jüngeren Leser:innen unbedingt aufgearbeitet werden sollte.
Ein Buch, das beweist, dass der Autor nicht nur sein Handwerk versteht, sondern auch ein großartiger Beobachter unserer Gesellschaft und den inneren Konflikten von Jugendlichen ist.
Für Polina (Takis Würger)
Dieser frisch erschienene Roman war mein erstes Buch von Takis Würger. Die Meinung im Buchclub gingen sehr auseinander, doch ich war besonders von der Schreibfertigkeit des Autors begeistert. Mit mehreren wunderschönen Sätzen und Formulierungen zeigt er sein schriftstellerisches Können, was den Roman zu einem Genuss für Leser:innen macht, die Wert auf die Ausdrucksweise legen.
Aber auch inhaltlich mochte ich Für Polina. Im Mittelpunkt stehen Polina und Hannes, zwei sehr spezielle, eigenwillige Charaktere, die gemeinsam aufwachsen und sich im Erwachsenenalter trotz aller Gefühle immer wieder verpassen. Der musikalisch hochbegabte, leicht autistisch anmutende Hannes gibt jedoch nicht auf, sie zu suchen.
Ein sehr realistisches und herzergreifendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt, das Takis Würger auf seine ganz eigene Art und Weise erzählt und dabei viel Feingefühl für Protagonisten beweist, die seelische Narben mit sich tragen und deshalb an ihren eigenen Gefühlen und Kommunikation scheitern.
Das Mädchen aus dem Eis (Erica Ferencik)
Dieses Buch war eine große Überraschung! Es war so viel mehr, als der Klappentext versprach. Obwohl es einige Fantasy-/SciFi-Elemente enthielt (immerhin sprechen wir hier von einem nach Jahrhunderten aus dem Eis aufgetauten Mädchen), war die Geschichte sehr echt, wirkte durch und durch realistisch.
Das Mädchen auf dem Eis wird unerwartet und schnell zu einem echten Page-Turner, der von einer großen Spannung und dem Mitgefühl mit dem aufgetauten Mädchen lebt. Auch das Setting – ein Lager für Wissenschaftler am Nordpol – ist mal etwas Neues und Aufregendes in der Bücherwelt.
Ein großartiges Buch, für allem für die Wintermonate.
Weitere Bücher aus dem Lesejahr 2025
Dieses Jahr war es schwer, Favoriten auszuwählen, da mir wirklich die meisten sehr gut gefallen haben! Daher möchte ich noch ein paar weitere Kategorien hervorheben, von denen du dich inspirieren lassen kannst:
- Beste Einführung in eine andere Kultur: Die Frau im weißen Kimono
- Emotionalstes Buch über das Leben: Helle Sommer
- Bester Wohlfühlroman: Der verschwundene Buchladen
- Schönster Schreibstil: Die Schokoladenvilla
Das einzige Buch, das mich etwas enttäuscht hat, war Rewitched. Das lässt sich vermutlich auf einen inhaltlichen Widerspruch zurückführen, der allen aus dem Buchclub aufgefallen ist: Die Protagonistin ist 30 Jahre alt, trotzdem ist ihr Verhalten, der ganze Handlungsverlauf und der Schreibstil auf ein Jugendbuch ausgelegt. Außerdem zieht sich der Plot, wirklich spannend wird es nur für ein einziges Kapital ganz am Ende.

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Auch wenn das Lesejahr aus privaten Gründen etwas kleiner ausgefallen ist als sonst, bin ich sehr zufrieden damit. Ich habe überwiegend eine sehr gute Wahl getroffen und 2025 tolle Bücher gelesen. Am meisten überzeugt hat mich Die Verlorene, aber auch viele andere Geschichten werden mir lange in Erinnerung bleiben.
Ein weiteres literarisches Highlight waren außerdem die beiden Buchclubs, die mir neue Perspektiven auf Bücher und Geschichten und einen schönen Austausch geschenkt haben.
Wie war dein Lesejahr 2025? Hast du ein bestimmtes Highlight? Berichte mir gerne über meinen Instagramkanal @eulenmaerchen von deinen gelesenen Büchern. Ich freue mich darauf, von dir zu hören!
Viel Spaß beim Lesen!


